„Leben, meschugge gut – Ein Abend mit dem Jewish Chamber Orchestra“

„Leben, meschugge gut – Ein Abend mit dem Jewish Chamber Orchestra“

Samstag, 19.September 2026, 18:00 Uhr
in der St. Michaelis Krypta, Engl. Planke 1
Leitung: Emanuel Meshvinski

Programmablauf:

  • Ruf des Shofars
    (Bar Zemach Astor)
  • Astor Piazzolla / Leonid Desyatnikov – „Four Seasons“ Sätze 1 & 2
    (Solo Violine & JCOHH)
  • 1. Lesung: Sholem Alejchem: Tewje der Milchmann
    (Monty Arnold)
  • Lev Kogan: Chassidische Rhapsodie für Horn & Streicher
    (Bar Zemach & JCOHH)
  • 2. Lesung: Mascha Kaléko: Rezept / Was man so alles überlebt / Sozusagen grundlos vergnügt
    (Monty Arnold)
  • Astor Piazzolla / Leonid Desyatnikov – Four Seasons Sätze 3 & 4
    (Solo Violine & JCOHH)
  • 3. Lesung: Schlussworte von Kaléko, Alejchem und Kreisler
    (Monty Arnold)
  • Finale: Hava Nagila
    (Bar Zemach, Kabarett & JCOHH)

In 2025 hat das Jewish Chamber Orchestra Hamburg (JCOHH) mit der Konzertreihe „Büschen Meschugge“ ein klares Versprechen eingelöst: jüdische Kultur sichtbar, lebendig und vielfältig erlebbar zu machen. Vom Auftakt zum jüdischen Frühlingsfest Pessach bis zum Abschluss am Nikolaustag, kurz vor Chanukka, spannte sich ein musikalischer Bogen durch das Jahr – über unterschiedliche und außergewöhnlich Orte wie dem Uebel & Gefährlich im Feldbunker oder dem Hamburger Planetarium und schließlich zurück in die Elbphilharmonie.

Das JCOHH ist so zu einem der sichtbarsten kulturellen Akteure einer neuen jüdischen Gegenwartskultur geworden – ein Orchester, das tief in Hamburgs Geschichte verwurzelt ist und doch mit jedem Konzert eine Zukunft komponiert.

In einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Spannungen wird das JCOHH zu einem lebendigen Symbol für Hoffnung und Verantwortung. Seine Konzerte sind keine Rückschau, sondern zukunftsgerichtete Erinnerungsarbeit in Bewegung – Musik als Dialog mit der Gesellschaft, mit der Geschichte und mit der Welt.

Das Orchester wird manchmal gefragt, wo sie denn in der aktuellen politischen Lage stehen. Sie antworten an dieser Stelle gerne mit der von ihnen hoch geschätzten Hannah Arendt, der jüdischen deutsch-US-amerikanischen Politischen Theoretikerin und Publizistin: „Politik handelt vom Zusammen- und Miteinandersein der Verschiedenen.“ Genau dafür spielen sie auf – mit allen Kräften.

Das Jewish Chamber Orchestra Hamburg realisiert zahlreiche Konzertreihen und Gastspiele in vielen Städten Deutschlands und in der Schweiz. Dabei kooperiert es stets mit namhaften und höchst engagierten Kooperationspartnern sowie renommierten Kultur- und Bildungsinstitutionen.

– Vorleser ausgewählter Texte des Abends