Hörspiel nach einem Buch von Carolin Lorenz
Erscheinungsdatum: 26. Juni 2020
Länge: 76 min.
Verlag: Highscore Music
Empfohlen ab 16 Jahren
Produktion & Regie: Marko Peter Bachmann (Multicore Productions), Konrad Halver (Graceland Studios Hamburg)
Musik: Matthias Lemcke
Mit den Sprechern:
Monty Arnold
Rasmus Borowski
Konrad Halver (General Shimura)
Janis Zaurins
Rüdiger Schulzki
u.a.
1966. Vor der japanischen Küste kämpft sich der Frachter Asahi Maru durch einen schweren Sturm, als etwas Unfassbares geschieht! Das Schiff wird zerstört und der einzige Überlebende behauptet, dass es von einem gigantischen krakenartigen Ungeheuer vernichtet wurde! Professor Tamblyn, Spezialist für strahlenbedingten Riesenwuchs am Serizawa-Institut, untersucht das Wrack und erkennt bestürzt, dass Japan eine ungeheure Gefahr droht! Während das Militär mobil macht und die Seestreitkräfte vor der Küste patrouillieren, kommen die Reporter Keisuke Kusano und Isao Ogawa dem Monstrum Gualagon auf die Spur – und geraten dabei in tödliche Gefahr! Panik bricht aus, als das Monstrum sich an Land begibt und das nächtliche Osaka angreift…
Zur Produktion:
„Angelehnt an die schönsten Streifen aus der goldenen Ära des japanischen Monsterfilms – den sechziger Jahren – und stark inspiriert von dem Toho-Klassiker „Frankenstein – Zweikampf der Giganten“ wollen wir versuchen ein Hörspiel zu realisieren, das die Welt dieser Filme im Kopf der Hörer zu neuem Leben erweckt.
Schon beim Schreiben des Scripts wurde daher darauf geachtet, den Ton der Zeit (inklusive der augenzwinkernden Lässigkeit damaliger Filmsynchros) so gut wie möglich zu treffen. Hörspiellegende Konrad Halver als Regisseur wird in den Hamburger Graceland-Studios einen exzellenten, hochmotivierten Cast auf eine Jagd nach dem Riesenmonster Gualagon schicken, bei der die gewaltigen Stampfer des Monsters, zusammenstürzende Gebäude, Angriffe der Luft- und Seestreitkräfte, die Boxen erbeben lassen werden!
Untermalt wird das alles von einem orchestralen Soundtrack aus der Feder von Matthias Lemcke, der unverkennbar in die Fußstapfen des legendären Godzilla-Komponisten Akira Ifukube tritt. Die Sprecher-Aufnahmen sollten im Juli und August in Hamburg stattfinden, danach beginnt die Postproduktion. Außerdem wird ein stilechter Trailer für das Hörspiel produziert, der dann auf diesen Seiten kostenlos heruntergeladen werden kann.
Seit den 50er Jahren haben gigantische Monstren aus dem fernen Japan die Leinwände der Kinos unsicher gemacht. Zunächst noch als durchaus ernsthafte Filmmonstren auf den Spuren von King Kong, später dann als quietschbunte, herrlich verrückte Trash-Inkarnationen. Doch egal, ob ernst oder verrückt – Spaß machten die Auftritte von Monstergiganten wie Godzilla, Gamera, Guila, Gappa und wie sie alle hießen, immer. Und die ausverkauften PRANKE-Filmnächte haben bewiesen, dass auch das Publikum von heute an diesen alten Filmen noch genauso viel Spaß hat, wie wir ihn früher als Kinder in den Samstagnachmittagsvorstellungen hatten.
Die Faszination dieses Genres ist Uneingeweihten nur schwer oder überhaupt nicht zu vermitteln – selbst die Fans teilen sich in verschiedene Gruppen: Zum einen wären da die ernsthaften Verfechter und Gralshüter der dramatischen Werte dieser Filme – sie lassen nichts unversucht, um der Welt klarzumachen, dass Männer, die in Gummikostümen durch Pappmachélandschaften toben, nicht etwa lächerlich sind, sondern bedeutsame Botschaften und Philosophien transportieren. Dann gibt es die reinen Fun-Fans, die die Filme konsequent und komplett für absoluten Blödsinn der allerunterhaltsamsten Sorte halten. Freunde einladen, Film reinwerfen, ablachen – fertig.
Und dann gibt es Leute wie uns, die die Filme zum Teil noch aus den Kinos ihrer Jugend kennen. Wir sind hin- und hergerissen zwischen nostalgischer Verehrung und schallendem Gelächter. Wir lieben die Trash-Granaten wie Guila genauso wie den ernsthaften Gamera 3, wir sehen die Schwächen der meisten dieser Filme und lieben sie dafür umso mehr. Werden wir je wirklich erwachsen…?
Den Untertitel „Frankensteins Schreckensgigant“ trägt das Hörspiel übrigens, weil seinerzeit fast alle japanischen Monsterfilme hierzulande unter dem Schlagwort „Frankenstein“ vermarket wurden… „Frankensteins Höllenbrut“, „King Kong – Frankensteins Sohn“, „Guila – Frankensteins Teufelsei“ und so weiter und so fort. Erklären läßt sich dies wohl durch den außerordentlichen Erfolg des Streifens „Frankenstein – Der Schrecken mit dem Affengesicht“, so dass sich die Werbeabteilung der Constantin-Film (die die meisten der japanischen Monsterfilme hierzulande vertrieb) durch den „Frankenstein“ im Titel wohl besonders hohe Umsätze versprach.
Übrigens wird Gualagon keineswegs das erste deutschsprachige Hörspiel sein, das den japanischen Monstergiganten huldigt. Im Jahr 2004 führte der hochgeschätzte Independent-Filmemacher und Godzilla-Fan Jörg Buttgereit Regie bei dem WDR-Hörspiel „Frankenstein in Hiroshima“.
Dieses Hörspiel kann als Beigabe zur DVD von „Frankenstein – Der Schrecken mit dem Affengesicht“ erworben werden. Die Story läßt sich am besten als „Frankenstein der Schrecken mit dem Affengesicht“ meets „Befehl aus dem Dunkel“ beschreiben. Allerdings unterscheidet sich Jörgs Hörspiel in einigen Punkten recht stark von unserem. Zum einen verwendet er (zu Anfang) viele Originalsequenzen aus dem Film (Affengesicht), zum anderen wurden die Rollen der Japaner mit echten Japanern besetzt – daher ist der akustische Eindruck ein ganz anderer als in den guten alten Kinosynchronfassungen. Auch die Erzählweise unterscheidet sich stark, denn wir werden ja versuchen, einen „Film für die Ohren“ zu erschaffen. Unterhaltsam und liebevoll gemacht ist das Hörspiel auf jeden Fall – und mit Thomas Danneberg und Joachim Kerzel auch ausgesprochen prominenent besetzt.“
(gulagon.de)
– Rolle: Fotograf Isao Ogawa (Highscore Music)


